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Wackelkontakt
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Norbert Hahn
2016-03-21 23:06:09 UTC
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Hallo,

ich habe vor wenigen Tagen unter Windows 7 ein Verzeichnis zum Lesen
freigegeben und auf einem Xubuntu 14.04.3 LTS über fstab gemountet:

//192.168.0.5/nach_linux /home/norbert/Upload cifs
credentials=/.smbcredentials,dirmode=0777,file_mode=0444,iocharset=utf8,user
0 0

Das funktionierte zwei Tage lang, wobei alle Rechner abends herunter
gefahren werden. Gestern funktionierte der Mount nicht.

Wenn der Mount nicht funktioniert, finde ich in der Log-Datei die Meldung
network error -101

Die gleiche Fehlermeldung bekomme ich auch, wenn ich dann versuche, den
Mount von Hand nachzuholen. Wenn es nicht funktioniert, hilft es auch nicht,
alle beteiligten Rechner zu booten. Andere Freigaben auf dem Windows-Rechner
sind von anderen Windows-Rechnern stabil erreichbar, auch die "nach_Linux".

Heute funktionierte wieder der Mount, auch nach mehreren Boots aller
beteiligten Rechner.

Wo/wie suchen?

Norbert
Marcel Mueller
2016-03-22 08:20:25 UTC
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Post by Norbert Hahn
Heute funktionierte wieder der Mount, auch nach mehreren Boots aller
beteiligten Rechner.
Wo/wie suchen?
Welche Authentifizierungsmethde wird genutzt? NTLM? Kerberos?
Stimmen die Uhren der Rechner überein? Zertifikate aus der Zukunft
werden nämlich gerne mal abgelehnt.


Marcel
Norbert Hahn
2016-03-23 14:55:03 UTC
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On Tue, 22 Mar 2016 09:20:25 +0100, Marcel Mueller
Post by Marcel Mueller
Post by Norbert Hahn
Heute funktionierte wieder der Mount, auch nach mehreren Boots aller
beteiligten Rechner.
Wo/wie suchen?
Welche Authentifizierungsmethde wird genutzt? NTLM? Kerberos?
Ich habe das in <https://wiki.ubuntu.com/MountWindowsSharesPermanently>
beschriebene Verfahren verwendet. Welche Authentifizierungsmethde dabei
Standard ist, weiß ich nicht.
Post by Marcel Mueller
Stimmen die Uhren der Rechner überein? Zertifikate aus der Zukunft
werden nämlich gerne mal abgelehnt.
Der Linux-Rechner läuft als virtuelle Maschine auf der gleichen Hardware
wie der Windows-Rechner, auf dessen Freigabe zugegriffen werden soll.
Es ist eingestellt, dass die Zeit an die virtuelle Maschine durchgereicht
werden soll.

Norbert
Wilhelm C. Schütze
2016-03-30 10:38:52 UTC
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Nur mal so als Idee: DHCP? Könnte ein Adressenkonflikt sein. Bei
KVM/QEMU, wirst du auf Win wohl nicht einsetzen, ist die Netzadresse
der VM fest vorgegeben. Wenn das bei dir genauso ist und sich die ein
anderer Rechner die Adresse vorher schnappt, bleibt das Host-Linux
unerreichbar. Könnte auch das zufällige Auftreten erklären. Dann
müsstest du nur die freie Adressvergabe des dhcpd auf freie Bereiche
einschränken, besser gleich VM und Wirtsrechner eine feste Adresse
zuweisen.

Grüße - Wilhelm
Norbert Hahn
2016-03-30 23:27:04 UTC
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Post by Wilhelm C. Schütze
Nur mal so als Idee: DHCP?
Verwende ich nicht. Ich habe überall feste IP-Adressen und dazu
Einträge in der /etc/hosts.
Post by Wilhelm C. Schütze
... Könnte ein Adressenkonflikt sein. Bei
KVM/QEMU, wirst du auf Win wohl nicht einsetzen, ist die Netzadresse
der VM fest vorgegeben. Wenn das bei dir genauso ist und sich die ein
anderer Rechner die Adresse vorher schnappt, bleibt das Host-Linux
unerreichbar. Könnte auch das zufällige Auftreten erklären. Dann
müsstest du nur die freie Adressvergabe des dhcpd auf freie Bereiche
einschränken, besser gleich VM und Wirtsrechner eine feste Adresse
zuweisen.
Der Host-Rechner läuft unter Windows, der virtuelle unter Linux.

Bis jetzt ist das Problem noch nicht wieder aufgetreten, andererseits
war auch die Anzahl der Netzwerkverbindungen auf dem Windows-Rechner
nicht mehr so hoch wie damals. Allerdings weiß ich nicht, wie Windows
die Anzahl Verbindungen überhaupt zählt, wenn es z.B. von einem Client
mehrere Verbindungen unter verschiedener Benutzerkennung zu mehreren
Freigaben gibt.

Als das Verbindungsproblem bestand, habe ich den Parameter IRPStackSize
auf dem Windows-Host eingerichtet und auf 50 gesetzt - was erfolglos
blieb. Andere Windows-Rechner hatten nach dem Boot des Hosts keine
Probleme, die Verbindung wieder aufzubauen, aber der virt. Linux-
Rechner brachte nach wie vor die Fehlermeldung 101.

Offenbar ist das Problem bei mir doch so selten, dass ich es jetzt
zu den Akten lege.

Dank an alle, die geantwortet haben.
Norbert
Marcel Mueller
2016-03-31 10:33:37 UTC
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Post by Norbert Hahn
Bis jetzt ist das Problem noch nicht wieder aufgetreten, andererseits
war auch die Anzahl der Netzwerkverbindungen auf dem Windows-Rechner
nicht mehr so hoch wie damals. Allerdings weiß ich nicht, wie Windows
die Anzahl Verbindungen überhaupt zählt, wenn es z.B. von einem Client
mehrere Verbindungen unter verschiedener Benutzerkennung zu mehreren
Freigaben gibt.
Da klingelt eventuell was. Die Zahl der gleichzeitigen SMB/CIFS-Sessions
ist bei Consumer Windows tatsächlich begrenzt (AFAIK 20). Und
Consumer-Windows kann zu einem Server auch immer nur genau /eine/
Session aufbauen. Die Anmeldung mit verschiedenen Benutzern auf
verschiedene Shares eines Rechners ist nicht möglich. (Hat wohl mit dem
Lizenzzähler bei Windows-Servern zu tun. Jede Session kostet eine
User-Lizenz. Wobei das mittlerweile durch CALs eigentlich Banane ist.)

Linux wiederum kennt keine solchen Einschränkungen (würde bei freier
Software auch keinen Sinn ergeben) und kann beliebig viele Sessions zu
einem Rechner aufbauen. Hier können Plug-Ins für Dateimanager einem
manchmal ein Schnäppchen schlagen, weil sie weitgehend unbemerkt eigene
Sessions öffnen. Das wiederum kann den Zähler von Windows schon mal auf
null bringen. Vor allem, wenn man mit mehreren Rechnern und VMs darauf
herum hackt.


Marcel
Norbert Hahn
2016-03-31 13:08:03 UTC
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On Thu, 31 Mar 2016 12:33:37 +0200, Marcel Mueller
Post by Marcel Mueller
Da klingelt eventuell was. Die Zahl der gleichzeitigen SMB/CIFS-Sessions
ist bei Consumer Windows tatsächlich begrenzt (AFAIK 20).
Bei XP lag die Zahl niedriger, 7 ist mir in Erinnerung. Bei neueren
Windowsen ist angeblich diese Einschränkung entfallen.
Post by Marcel Mueller
Und
Consumer-Windows kann zu einem Server auch immer nur genau /eine/
Session aufbauen. Die Anmeldung mit verschiedenen Benutzern auf
verschiedene Shares eines Rechners ist nicht möglich.
Ich habe des öfteren auf meinen Windows-Rechnern oft die folgenden
Netzwerkverbindungen, z.B. während der Installation eines Programms:

Rechner A, User A mit Standard-Rechten verbindet auf B.
Rechner A, User B mit Admin-Rechten verbindet auf B.

Dabei ist es egal, ob bei B zur gleichen oder einer anderem Freigabe
verbunden wird.

Ich kenne jedoch Beschränkungen in der Anzahl von Remote Desktop
Verbindungen - auch bei Servern.

Norbert
Marcel Mueller
2016-03-31 13:44:51 UTC
Permalink
Post by Norbert Hahn
Post by Marcel Mueller
Und
Consumer-Windows kann zu einem Server auch immer nur genau /eine/
Session aufbauen. Die Anmeldung mit verschiedenen Benutzern auf
verschiedene Shares eines Rechners ist nicht möglich.
Ich habe des öfteren auf meinen Windows-Rechnern oft die folgenden
Rechner A, User A mit Standard-Rechten verbindet auf B.
Rechner A, User B mit Admin-Rechten verbindet auf B.
OK, ich korrigiere: eine Session pro angemeldeten Benutzer. Bei einem
Terminalserver (auch im Admin-Mode) können es natürlich mehrere sein.
Post by Norbert Hahn
Ich kenne jedoch Beschränkungen in der Anzahl von Remote Desktop
Verbindungen - auch bei Servern.
Ja, 3: 2 Administrative Sessions und eine dritte als Bonus per /CONSOLE.
Bei echten RDP-Servern je nach Lizenz.


Marcel

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